„Wir alle sehnen uns danach, unsere Herkunft zu kennen – zu wissen, wer wir sind und wo wir herkommen. Ohne dieses Wissen bleibt uns ein Teil von uns selbst immer verschlossen. Ganz egal, was wir im Leben alles erreicht haben: Es bleibt ein Vakuum, eine Leere und eine beunruhigende Einsamkeit.“  - - Alex Haley

Bei unseren Reisen durch das Land werden wir immer wieder zu unserem Hobby befragt. Leute, die sich dafür interessieren, ihre eigene Familiengeschichte zu erforschen, stellen häufig dieselben Fragen. In den folgenden Antworten finden auch Sie möglicherweise hilfreiche Informationen, wenn Sie darüber nachdenken, die Ahnenforschung zu Ihrem Hobby zu machen.  - - ancestry

Familenforschung oder Ahnenforschung ist nicht nur ein tolles Hobby, sondern auch eine Art Verantwortung die Geschichte der Familie am Leben zu erhalten. Auf diese Weise kannst du alte Besitztümer deiner Familie finden, oder herausfinden aus welchem Land Sie ursprünglich stammen oder auch die Zusammensetzung Ihrer Gene besser verstehen. Die Ahnenforschung kann viele wichtige Informationen über die Vergangenheit deiner Familie geben, die auch heute noch durchaus relevant sind. - - myheritage

 

Kopierst du noch oder forschst du schon?

Neben der unkritischen Übernahme fremder Daten gibt es weitere klassische Fehlerquellen. Dazu gehört, jahrelang Familiengeschichten und Daten zu sammeln, ohne die zugehörigen Quellen zu notieren. Später stellt sich dann die Frage: Woher weiß ich das eigentlich, und wo kann ich nachschauen, um die Angaben zu überprüfen?

Eine Ahnenreihe nicht fortzusetzen, weil man sich einer Verbindung nicht ganz sicher sein kann, ist bitter. Sie dennoch fortzuführen, nur weil einige Angaben so gut zusammenpassen, ist jedoch sehr verlockend. Wie oft fehlen in Kirchenbüchern bei Heiratseinträgen die Namen der Eltern? Schnell denkt man dann: Es wird schon das richtige Brautpaar sein.

Diejenigen, denen bei Ancestry oder MyHeritage Fehler unterlaufen sind, lassen sich häufig nur schwer oder gar nicht erreichen. So werden falsche Angaben immer weiter kopiert.
Auch beim Einsatz künstlicher Intelligenz ist Vorsicht geboten. Sie kann zwar beim Entziffern schwer lesbarer Dokumente sehr hilfreich sein, doch mitunter erfindet sie Daten oder Namen, die in der Quelle gar nicht vorkommen.


In den Anfängen dieses Hobbys sind mir so einige Fehler unterlaufen:   ;-(

  • Ich habe keine Quellen notiert. Damals dachte ich: „Das kann ich mir doch merken.“ Später wollte ich weitermachen – aber wo?
  • Ortsangaben waren oft ungenau oder beschränkten sich auf „Deutschland“. Das verursacht heute viel Nacharbeit.
  • Ich habe alle Namensträger meiner Familiennamen gesammelt und geglaubt, ich könnte das Material später sortieren. Nur wenig davon habe ich im Computerprogramm erfasst. Das nachzuholen, ist nun sehr aufwendig.
  • Um Geld zu sparen – ich hatte schließlich kaum welches –, habe ich mich nicht mit anderen Forschern aus demselben Ort oder mit denselben Familiennamen vernetzt. Dadurch ist viel doppelte Arbeit entstanden.
  • Auswertungen aus Onlinequellen habe ich zu oft von Hand notiert, statt sie in Tabellen am Computer zu erfassen. Langsam, aber sicher verliere ich den Überblick.

Aber hinterher ist man bekanntlich immer schlauer.



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